Backstage-Borschtsch

Inspiriert von der bahnbrechenden Ox-Kochbuch-Reihe gibt es hier das Rezept für einen schmackhaften (und veganen)

Backstage-Borschtsch (Backstage-Борщ)

Backstage-Borschtsch ist eine ideale (und erprobte) Grundlage für Nächte voller osteuropäischer Musik, Alkohol und Tanz! Backstage-Borschtsch gelingt immer!

Musik

Distemper: Ska-Punk Moscow
(für Masochisten: die ukrainische Metal-Band „Borschtsch“)

Zutaten

  • 60 g getrocknete Pilze (Steinpilze oder eine preiswertere Pilzmischung; Obacht: keine asiatischen Trockenpilze!)
  • 1½ l Wasser
  • 300 g Kartoffeln
  • 300 g Weißkohl
  • 300 g rote Beete
  • je 1 Petersilienwurzel, Karotte, Zwiebel
  • ¼ l Rote-Beete-Saft
  • 1 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Essig, Lorbeerblatt, Zucker
  • Butter (oder Margarine, Öl)
  • ½ Bund Petersilie, ½ Bund Dill
  • saure Sahne (der Verganer läßt sie weg, dann ist es aber nicht mehr authentisch!)

Und los geht's! (= Поехали! ("pojechali!"))

Getrocknete Pilze in 1½ l Wasser mit Salz, Pfeffer und Lorbeerblatt weich kochen (mindestens 30 Minuten). In der Zwischenzeit rote Beeten schälen, in Streifen schneiden und in etwas Pilzbrühe (die man sich aus dem Topf klaut) weich dünsten. Zur Seite stellen.

Das Wurzelgemüse (Petersilienwurzel, Karotte, Zwiebel) grob hacken und in Butter (oder Margarine) anrösten und mit Tomatenmark verrühren. Zur Seite stellen.

Kartoffeln schälen und würfeln. Weißkohl in feine Streifen schneiden. Mittlerweile müßten die Pilze ordentlich durch sein. In die Pilzbrühe kommen jetzt die Kartoffeln. Man läßt das ganze 5 Minuten kochen. Dann kommt der Weißkohl dazu, weitere 10 Minuten kochen lassen. Die gedünstete rote Beete, das angebratene Wurzelgemüse und den Rote-Beete-Saft zufügen und gut durchkochen (10 Minuten). Alles muß gar sein und am besten noch Biß haben!

Mit Salz, Pfeffer, Essig und ein wenig Zucker abschmecken. Es muß durch den Essig leicht säuerlich schmecken und mit der Süße der roten Beete harmonieren. Nicht mehr kochen, aber noch ein wenig ziehen lassen.

Den Borschtsch auf Tellern verteilen, mit gehacktem Grünzeug bestreuen und einem Klecks saurer Sahne servieren. Dazu reicht man Graubrot und reichlich Wodka.

Guten Appetit! (=Приятного аппетита! (”prijatnovo appetita”))

Variationen

Eine Knoblauchzehe paßt stets sehr gut! Um den süß-sauren Geschmack zu verstärken, zwei säuerliche, in Stücke geschnittene Äpfel mitkochen. Man kann gut und gerne mit dem Verhältnis zwischen roter Beete, Kartoffeln und Kohl experimentieren.

Wissenswertes für Klugscheißer

Es gibt im Russischen keinen Laut den man „sch-t-sch“ ausspricht, dementsprechend heißt der Borschtsch auch nicht „bor-sch-t-sch“! Das „sch-t-sch“ soll nach der Duden-Transliteration den russischen Buchstaben „щ“ wiedergeben, den man am besten wie ein weiches, palatisiertes “sch” ausspricht. Damit kann man all die armen Leute fertig machen, die sich durch Zungenverrenkungen den Laut „sch-t-sch“ angeeignet haben und in dem guten Glauben verweilen, eine wesentliche Hürde der russischen Sprache genommen zu haben. Aber es gibt Trost: die polnische Rote-Beete-Suppe “barszcz” spricht man mit genau diesem Laut aus: “bar-sch-t-sch”! Und für alle diejenigen, die des öfteren in der Bielefelder Mensa speisen: es heißt „der“ Borschtsch (m.), und nicht „die“ Borschtsch. (kl)

 
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Zuletzt geändert: 2010/07/09 10:55